Musik im Dienste der Völkerfreundschaft

16.07.2018
Mit einem grandiosen Abschlusskonzert ist am Sonntag der zwölfte Internationale Chorwettbewerb im Landkreis Miltenberg zu Ende gegangen.

Chöre aus Lettland, Österreich, Slowenien, Ungarn, Weißrussland und Thailand hatten zum Teil weite Anreisen in den Landkreis und wurden hier mit großer Gastfreundlichkeit belohnt.

Der Landkreis Miltenberg erwies sich wieder einmal als perfekter Gastgeber. So fanden die Chöre aus dem Ausland in mehreren Orten des Landkreises, unterstützt von örtlichen Chören, ein Zuhause für mehrere Tage. „In der Gemeinsamkeit der Musik können Grenzen abgebaut, Freundschaften aufgebaut und Verständnis für andere Kulturen entwickelt werden“, sagte Landrat Jens Marco Scherf zu Beginn des Eröffnungskonzerts am Donnerstagabend im Bürgerzentrum Elsenfeld, wo die Chöre aus dem Ausland vom Festivalchor unter Leitung von Patrick Lagerpusch, Kreischorleiter im Sängerkreis Obernburg, mit einem beeindruckenden Konzert begrüßt wurden. Musikalisch bereichert wurde der Abend zudem von Holger Blüder und Miriam Möckl sowie dem Saxophonensemble der Fränkischen Rebläuse Bürgstadt.

Am Freitagabend gaben die Chöre Kostproben ihres Könnens in drei Regionalkonzerten in Wörth, Collenberg und Miltenberg, ehe am Samstagmorgen ein großer Empfang im Innenhof des Miltenberger Landratsamts stattfand. Landrat Jens Marco Scherf begrüßte alle Chöre und deren Gasteltern in englischer Sprache und forderte sie auf, sich im Goldenen Buch des Landkreises Miltenberg einzutragen. Ein Bummel durch die Miltenberger Altstadt zeigte den Gästen die Schönheit dieser historischen Stadt.

Am Samstagabend stellten sich die Chöre im Bürgerzentrum Elsenfeld dem musikalischen Wettstreit unter dem Motto „Sinfonie der Stimmen – Chormusik aus fünf Jahrhunderten“. Hier, im Wettbewerb der Kategorie A, mussten sich die Sängerinnen und Sänger mit dem Pflichtstück „Adios Nonino“ von Astor Piazolla auseinandersetzen und vervollständigten ihr Programm durch selbstgewählte Stücke. Bewertet wurden die Chöre vom international anerkannten Wertungsrichter Rodrigo Cardoso Affonso und seinen Kollegen Holger Blüder und Patrick Lagerpusch.

Am Sonntag fanden sich die Chöre zu ungewöhnlicher Zeit um 12 Uhr im Bürgerzentrum Elsenfeld zum mit Spannung erwarteten Wettbewerb in der Kategorie B, „Folklore, Spiritual & Jazz“, ein. Gekonnt moderiert von Henriette Liebing, sangen sich alle Chöre in die Herzen der rund 350 Zuschauer im Bürgerzentrum. Langer Beifall belohnte die Chöre nach ihren jeweiligen Auftritten. Spannend waren diese Auftritte auch deshalb, weil das Publikum seinen Lieblingschor küren konnte.

Am Ende holte sich der Kammerchor „Bunte Steine“ aus Österreich den Sieg in der Kategorie A, gefolgt vom slowenischen Kammerchor Hugo Wolf, dem Tutti Cantabile Vocal Ensemble aus Ungarn, dem weißrussischen Chor Salutaris, dem gemischten Chor Daugava aus Lettland und dem Mahidol University Choir aus Thailand.
In der Kategorie B holte sich der Chor Salutaris (Weißrussland) mit 105 Stimmen den Sieg, gefolgt vom Tutti Cantabile Vocal Ensemble aus Ungarn (64 Stimmen), dem slowenischen Kammerchor Hugo Wolf (60 Stimmen), dem Kammerchor „Bunte Steine“ aus Österreich (51 Stimmen), dem Mahidol University Choir aus Thailand (41 Stimmen) und dem gemischten Chor Daugava aus Lettland (17 Stimmen). Landrat Jens Marco Scherf und der Präsident des Maintalsängerbundes, Hermann Arnold, überreichten auf der Bühne Urkunden, Geldpreise (für die jeweils drei Erstplatzierten) und Erinnerungspokale an alle Chöre.

Im Namen des Schirmherrn, des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, übergab Bayerns Justizminister Winfried Bausback den Sonderpreis, einen Bayerischen Löwen, an den Kammerchor „Bunte Steine“ aus Österreich. Auch Bausback zeigte sich begeistert vom Chorwettbewerb. Trotz des Wettbewerbscharakters, so Landrat Jens Marco Scherf, sei jeder mitwirkende Chor ein Gewinner. Er hob die sehr guten Leistungen hervor, die von „hervorragend“ über „sehr gut“ bis „gut“ gereicht hätten. „Wir haben hier ausschließlich Spitzenleistungen gesehen und gehört“, stellte Scherf in seinen Schlussworten fest. Im Übrigen, so der Landrat, habe er Astor Piazollas Pflichtstück als „das schönste Pflichtstück aller Zeiten“ empfunden. Der Chorwettbewerb habe die Herzen geöffnet, sagte Scherf und hoffte, dass der wunderbare Geist im Landkreis noch lange bestehen bleiben möge. Er dankte allen, die den Wettbewerb ermöglicht hätten – sowohl auf der Bühne, hinter der Bühne, bei der Unterbringung als auch beim Sponsoring.

Mit einem Klaviervortrag von Margarita Shlyakhetko, die die Deutsche Nationalhymne und die Europahymne vortrug, endete ein Chorwettbewerb, der bereits jetzt Freude macht auf die 13. Neuauflage.

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